Materialbeschicker Vögele MT 3000-2i Offset

Den hohen Anforderungen an eine langlebige Verkehrsinfrastruktur gilt es, mit neuartigen Einbauverfahren und modernster Maschinentechnik nachzukommen. Kürzere Bauzeiten, eine höhere Einbauqualität und als Ergebnis dauerhafte Straßen sprechen für den Einsatz dieser neuen Technik.
Der Beschicker, Fabrikat MT 3000-2i Offset der Marke Vögele, ist ein hochmodernes Gerät mit dem unterbrechungsfrei und berührungslos nachfolgende Einbaugeräte - in der Regel Straßenbaufertiger - mit Material versorgt werden können.

Speziell unser Gerät verfügt über ein extrem leistungsfähiges Förderkonzept und erlaubt in Verbindung mit seinem großen Materialannahmebunker eine schnelle Entladung der LKWs und damit kurze Wechselzeiten der Anlieferfahrzeuge (bis unter 2 min. je LKW).  
Das Transportförderband ist nach links und rechts um ca. 55° schwenkbar und ermöglicht so unterschiedlichste Anwendungsmöglichkeiten. Das im Gerät integrierte ErgoPlus® Bedienkonzept ist für Ein- und Zweimann-Bedienung konzipiert und sorgt für präzise Umsetzung der Anforderungen.
Das Konzept der berührungslosen und unterbrechungsfreien Zufuhr von Mischgut in den Fertiger fokussiert die Erzielung einer hohen Einbauqualität und rückt deren Bedeutung wieder mehr in den Vordergrund.

Kontinuierlicher Einbau

Durch eine hohe Förderleistung und eine Gesamtbevorratung von bis zu 40t Mischgut wird ein unterbrechungsfreier Einbau möglich. Mit erzielbarer Spitzenförderleistung von über 1.000 t pro Stunde wird er besonders auf Großbaustellen als wesentliches Instrument interessant, um gleichermaßen hochwertig wie wirtschaftlich zu arbeiten.

Berührungsfreie Beschickung

Das Anstoßen des LKW an den Fertiger beim Andocken entfällt. Dadurch werden die sonst möglichen Bodenwellen vermieden. Geregelt wird dies durch eine sensorgesteuerte Abstandsregelung, die automatisch den eingestellten Abstand zwischen Fertiger und Beschicker steuert ? kein Kontakt ? kein Qualitätsverlust.

Homogenisiertes Asphaltmischgut

Die konische, proportional geregelte Förderschneckenform im Aufnahmebunker verhindert eine sogenannte „Tunnelbildung“ im Mischgut. Stattdessen wird das Material aus allen Bereichen der Mulde gleichmäßig abgeführt. Und weil von außen nach innen immer mehr heißes Mischgut dazukommt wird es dabei thermisch homogenisiert.

Für ein möglichst perfektes Materialmanagement hält eine neu entwickelte Dieselheizung das 1,1m breite Förderband auf Temperatur, um ein Ankleben des Mischgutes zu verhindern.

Vielfältige Anwendungsgebiete

Klassisches Beschicken von einem Fertiger bei großen Mischgutmengen

Durch ununterbrochene und gleichmäßige durchgängige Versorgung des Fertigers mit Mischgut werden Voraussetzungen für einen stoppfreien Einbau und die Verarbeitung von hohen Tagesleitungen von über 4.000t pro Tag geschaffen. Der sonst entstehende Flaschenhals bei zu langen Wechselintervallen der Mischgutfahrzeuge an den Fertiger entfällt. Der vorangestellte Beschicker beschleunigt die Baustellenlogistik, indem er den LKW-Fahrern mehr Zeit für das prozesskritische Rangieren verschafft.
Mit dem Fertiger kann kontinuierlich und gleichmäßig Asphalt eingebaut werden, ohne logistische Ablenkungen.

Eine automatische Abstandregelung unterstützt die Bediener. Die robuste Sensortechnik steuert den Abstand vom Fertiger zum Beschicker und hält dadurch beide Maschinen auf optimalem Abstand zueinander. So können sich die Fahrer auf das Wesentliche konzentrieren.
Für zusätzliche Sicherheit sorgt der Auffahrschutz. Bei Kollisionsgefahr wird der nachfolgende Fertiger gestoppt und somit ein eventueller Zusammenstoß vermieden.
Das lange Raupenfahrwerk des MT 3000-2i Offset sorgt für maximale Traktion bei jedem Untergrund, auch in schwierigem Gelände.

Leistungsfähige Einzelantriebe erreichen eine verlustfreie Umsetzung der Antriebsleistung, beständigen Geradeauslauf sowie präzise Kurvenfahrt. Somit hat der Beschicker auch keine Mühe, große Mischgut-LKW zu schieben.

Beschicken mit schwenkbarem Transportband

Das Transportband ist nach links und rechts um 55° schwenkbar. Die Mischgutübergabe kann also bis zu 3,5 m links oder rechts neben dem Beschicker und in einer Höhe zwischen 0,8 m und 3,7 m erfolgen.
Damit bieten sich weitere Einsatzmöglichkeiten des Beschickers, wie z.B. die seitliche Beschickung von Fertigern, die beim Einbau von Tragschichten in tief ausgefrästen Bahnen fahren müssen, in denen die Mischgut-LKW nicht rangieren können.

Darüber hinaus eignet sich das schwenkbare und feinfühlig steuerbare Förderband auch hervorragend zum Verfüllen von Gräben aller Art bis zu einem Abstand von 3,5 m. Schnell und wirtschaftlich können Zwischenräume von Leitwänden auf Autobahnen und Bundesfernstraßen verfüllt werden, auch mit unterschiedlichen Baustoffen wie Asphaltmischgut, Mutterboden, Schotter, HGT oder Recyclingmaterial.
Überall dort, wo eine normale Mischgutbefüllung in den Fertiger nicht möglich ist, kann der Fertiger zum seitlichen Beschicken eingesetzt werden, wie z.B. beim Bau von Geh- und Radwegen.
Eine von uns bereits im vergangenen Jahr erfolgreiche Anwendungsmöglichkeit ist das Beschicken von zwei Fertigern mit dem MT 3000-2i Offset.

Einsatzankündigung des Bundesministeriums vom 18.10.2013

Das BMVI hat im Jahr 2013 ein Rundschreiben veröffentlicht, was den Einsatz von Beschickern ab 2015 stufenweise bis zur Einführung der Einsatzpflicht vorschreibt.
Stufe 1: (ab 01.01.2015 - 31.12.2016)
Einsatzpflicht beim Bau von Asphaltschichten mit einer zusammenhängenden Asphaltfläche der jeweils einzubauenden Schicht von > 18.000 m².
Stufe 2: (ab 01.01.2017) Einsatzpflicht beim Bau von Asphaltschichten mit einer zusammenhängenden Asphaltfläche der jeweils einzubauenden Schicht von > 6.000 m².

Das BMVI hat im Jahr 2013 ein Rundschreiben veröffentlicht, was den Einsatz von Beschickern ab 2015 stufenweise bis zur Einführung der Einsatzpflicht vorschreibt.
Stufe 1: (ab 01.01.2015 - 31.12.2016)
Einsatzpflicht beim Bau von Asphaltschichten mit einer zusammenhängenden Asphaltfläche der jeweils einzubauenden Schicht von > 18.000 m².
Stufe 2: (ab 01.01.2017) Einsatzpflicht beim Bau von Asphaltschichten mit einer zusammenhängenden Asphaltfläche der jeweils einzubauenden Schicht von > 6.000 m².