Storz – Familienunternehmen mit Tradition und Ambition

Mitarbeiter feiern 90jähriges Bestehen ihrer Firma im Kraftwerk Rottweil

Es war eine Feier, wie sie die Angehörigen eines Unternehmens nur selten erleben, und sie war des Anlasses in jeder Hinsicht würdig: In der beeindruckenden Industriekulisse des historischen Kraftwerks Rottweil feierten 800 Mitarbeiter mit Ihren Partnern zusammen mit der Geschäftsleitung und den Gesellschaftern das 90jährige Bestehen ihrer Firma. Die heute in dritter Generation von Susanne Gräfin Kesselstatt und Georg Graf Kesselstatt geführte Unternehmensgruppe entstand 1927 in Tuttlingen als Subunternehmen der öffentlichen Straßenbaubehörden.
Heute deckt die Gruppe das komplette Spektrum des Verkehrswegebaus ab und verzeichnet mit rund 700 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 120 Mio. Euro. Storz gehört im Südwesten Deutschlands somit zu den führenden Unternehmen seiner Branche.

Tuttlingens Oberbürgermeister Michael Beck überbrachte die Grüße und Glückwünsche der Heimatstadt des Unternehmens. "Ich freue mich immer, wenn Ihre Firma einen Auftrag bekommt und ich auf der Straße Baufahrzeuge von Storz sehe." Alle Betriebsangehörigen hörten es wohl gerne, als Herr Beck das Verhältnis zwischen Stadt und Unternehmen als "sehr gut" bezeichnete.

Storz sei für Tuttlingen wichtig. Hochachtung zollte Herr Beck den Mitarbeitern, die sich nicht nur namhaft an der größten Erdbaustelle Deutschlands beteiligten, dem Daimler Prüf- und Technologiezentrum in Immendingen, sondern auf den zahlreichen Verkehrs- und Infrastrukturbaustellen im Südwesten Wind und Wetter trotzten: "Sie haben einen harten Beruf und machen einen Spitzenjob!"

Die Geschäftsleitung demonstrierte ihrerseits, dass die Unternehmensgruppe Storz und die Stadt Tuttlingen zusammengehören. Gräfin und Graf Kesselstatt überreichten dem Rathauschef einen Scheck in Höhe von 5000 Euro zugunsten der Tuttlinger Bürgerstiftung.

Dass Wind und Wetter den Jubiläumsgästen und ihrer Stimmung nichts anhaben konnten, hatten diese zu Beginn der Festveranstaltung bereits bewiesen. Ein lokales Unwetter hatte den außen vorbereiteten Empfangsbereich erheblich beschädigt; Regenschauer sorgten immer wieder für unangenehm-feuchte Überraschungen und zwang die Gastgeber zur Improvisation. Der allseits guten Laune tat das keinen Abbruch.

Das durch den Regen gezwungenermaßen dichte Zusammenstehen verdeutlichte vielmehr treffend die familiäre Atmosphäre in dem Unternehmen. Die 90 Jahre von der Gründung mit rund 30 Mitarbeitern durch Jakob Friedrich Storz im Jahre 1927 als den öffentlichen Straßenbaubehörden zuarbeitende und ausführende Firma bis zum konzernähnlich vielfältig aufgestellten modernen Familienunternehmen ließ Georg Graf Kesselstatt als geschäftsführender Gesellschafter Revue passieren. Er beschrieb Meilensteine der Unternehmensgeschichte.

1939 beschäftige das Unternehmen bereits 120 Mitarbeiter. Die Kriegszeit brachte den Betrieb fast zum Erliegen. Nach dem Krieg erfolgte eine deutlich zunehmende Mechanisierung und der Beginn des modernen Straßen- und Tiefbaus, welche dem allgemeinen Bedürfnis nach Mobilität und dem dazu nötigen Straßennetz geschuldet war. In den 50iger und 60iger Jahren wurden umfangreiche Investitionen in den Aufbau eines modernen Maschinen- und Geräteparks sowie in die Asphaltherstellung getätigt. 1960 beschäftigte die Gruppe bereits 400 Mitarbeiter. Die Ausführung von großen und wichtigen Infrastrukturprojekten wie etwa dem Bau der A81 in den siebziger Jahren sei schon Sache der zweiten Generation in der Unternehmensführung gewesen. Ebenso auch der Aus- und Aufbau des Baustoffbereiches mit dem Gesteinsabbau im Schotterwerk Neuhausen und der stetigen Modernisierung der Asphaltmischanlagen. Die 80iger und 90iger Jahre waren geprägt von einer Wachstumsstrategie durch die Übernahme regionaler Unternehmen.

Anekdoten zur Unternehmensgeschichte steuerte der ehemalige Polier für Erd- und Straßenbau Dieter Stützle bei, der schon seit 50 Jahren bei Storz arbeitet und den Firmengründer Jakob Friedrich Storz noch persönlich erlebt hat. Er komplettierte den geschichtlichen Aufriss der Unternehmensführung durch Erlebnisse und Erinnerungen aus der Sicht des Praktikers. Zahlreiche auf dem Bau tätige Kollegen konnten seine Schilderungen nachvollziehen – das verdeutlichte ihr Applaus.

Graf Kesselstatt unterstrich besonders die an Werten orientierte Kultur bei Storz. Dazu gehöre die Pflege des Zusammengehörigkeitsgefühls der Mitarbeiter genauso wie die strategische Handlungs- und Wandlungsfähigkeit des Unternehmens: "Man kann ein Unternehmen nicht nur verwalten, man muss es ständig weiterentwickeln!" Firmenübernahmen und manchmal schwierige Umgestaltungen seien Herausforderungen gewesen, ohne die der heutige Erfolg mit einem Umsatz von jährlich 120 Mio. Euro nicht denkbar gewesen wäre. Dies trage auch entscheidend zur Sicherheit der heute rund 700 Arbeitsplätze bei Storz bei.
Großer Applaus der Gäste zeigte, dass sie sich mit dem Firmen-Motto durchweg identifizieren können: "Storz – leidenschaftlich bauen!" Storz hat in den vergangenen 90 Jahren einen wesentlichen Anteil am Auf- und Ausbau der Infrastruktur im Südwesten von Baden-Württemberg geleistet und zählt heute zu den Marktführern seiner Branche. Im Namen der Belegschaft bedankte sich die Betriebsratsvorsitzende des Unternehmens, Kerstin Munk, und gratulierte zum 90jährigen Bestehen. Sie überreichte unter anderem eine großformatige Edelstahlplatte mit Symbolen des Verkehrswege- und Tiefbaus an die Firmenleitung: neben Gräfin und Graf Kesselstatt als Gesellschafter Barbara Diez und Friedrich Gagstatter sowie als technischem Geschäftsführer Markus Elsen.

Der Wirtschaftsprüfer und Unternehmensberater Rainer Radke (RWS Bansbach GmbH, Balingen), der die Unternehmensgruppe seit fast zwei Jahrzehnten begleitet, ging in seinem Grußwort besonders auf die strategischen Zukäufe und Umgestaltungen bei Storz ein. Die Unternehmensführung habe hier Weitblick und besonderes Geschick bewiesen.

Mit einer außergewöhnlichen Akrobatik- und Feuertanz-Show, in Szene gesetzt von der fünf Meter hohen Großpuppe "Dundu", klang der offizielle Teil des Storz-Jubiläumsfestes aus. Mit einem abwechslungsreichen Buffet, toller Musik, Tanz und guter Unterhaltung fand das Jubiläumfest einen schönen Abschluss.