Umgestaltung des Zinserdreiecks im südlichen Stadtzentrum von Tübingen - NL Sigmaringen

Für 6,4 Mio. Euro wird das verkehrsdominierte Zinserdreieck im südlichen Stadtzentrum der Universitätsstadt Tübingen zu einem Raum mit hoher Aufenthaltsqualität umgestaltet. Viele attraktive Geschäfte, Cafés, Arztpraxen und andere Dienstleister haben ihren Sitz rund um das Zinserdreieck. Nach der Umgestaltung der Poststraße, dem Bauabschnitt 1, im Jahr 2013, hat die Niederlassung Sigmaringen Anfang 2014 den Auftrag zur umfassenden Sanierung der Friedrichstraße und Karlstraße (Bauabschnitt 2 bis 6) erhalten. Mit einem Bauvolumen von rund 3 Mio. Euro werden innerhalb von 2 Jahren diese beiden Straßen zu einem attraktiven Viertel umgestaltet.

Bei der Sanierung der Friedrichstraße wird ein Großteil der Ver- und Entsorgungsleitungen erneuert. Die Leistungen umfassen den Erdbau für Gas-, Wasser- und Fernwärmeleitungen, Kabelarbeiten für Strom, Signalanlagen und Straßenbeleuchtung. Die Fahrbahn und Gehwege erhalten neue Beläge. Die Gehwege werden mit Betonsteinpflaster mit Helligkeitsverlauf gepflastert, und die Fahrbahn wird in der besonders stabilen halbstarren Bauweise asphaltiert. Alle Geschäfte, Praxen und Wohnungen müssen während der Bauzeit weiterhin für die vielen Fußgänger und Radfahrer erreichbar sein, was eine besondere Herausforderung für das gesamte Baustellenteam im Bauablauf darstellt. Das Projekt umfasst eine anspruchsvolle Oberflächengestaltung. Die südliche Karlstraße wird zu einer verkehrsberuhigten Zone umgestaltet, in der die Fußgänger flanieren können. Gestaltet wird die Karlstraße mit Bänken, Fahrradbügeln, Rampen und Treppen an Gebäuden, Bäumen sowie hellem Pflaster, das sich von der dunklen Straße absetzt.

Die Baumassnahme ist in 6 Bauabschnitte unterteilt, deren Fertigstellung soll im September 2016 erfolgen. Dieses innerstädtische Projekt stellt durch die vielen Bestandsleitungen und permanentem Fußgängeraufkommen höchste Anforderungen an das gesamte Baustellenteam.